Eine Person spricht auf einer Bühne

Mehr als 12.000 Arten im Nationalpark nachgewiesen

Im Nationalpark Kellerwald-Edersee sind mittlerweile weit über 12.000 Arten bekannt. Über ein Malaisefallen-Projekt konnten zuletzt allein rund 750 Arten, insbesondere der Haut- und Zweiflügler, genetisch identifiziert werden.

Auch der dritte Durchgang des standardisierten Wanzenmonitorings lieferte neue Erkenntnisse zu Folgen der Klimaerwärmung. So konnte die wärmeliebende Geldgebänderte Weichwanze (Hadrodemus m-flavum) erstmal im Nationalpark nachgewiesen werden. Im Gegensatz dazu wurde in einem Erlenauwald aber auch die Fliegenart Penthetria funebris nachgewiesen, die sich in kühlen und feuchten Lebensräume wohlfühlt. Dieser Nachweis unterstreicht, dass die tief in den Wald eingebetteten Wiesentäler des Nationalparks eine wichtige Pufferfunktion für Arten haben, denen die zunehmende Klimaerwärmung zu schaffen macht.

Ein Highlight ist zweifelsfrei der Nachweis von zwei weiteren Urwaldkäfer im Schutzgebiet. Mit dem Breitkrempigen und Plastischen Baumhöhlenrüssler steigt die Zahl der nachgewiesenen Urwaldreliktarten im Nationalpark Kellerwald-Edersee auf 36 Arten an. Im Fall des Plastischen Baumhöhlenrüsslers handelt es sich sogar um den Erstfund in ganz Hessen. Wie alle Urwaldreliktarten sind diese Käfer extrem selten und auf urwaldartige Strukturen angewiesen. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist durch die Vielfalt dieser nachgewiesenen Arten als bundesweiter Urwaldkäfer-Hotspot anzusehen.

Schlagworte zum Thema