Das Waldbrandkonzept für den Nationalpark Kellerwald-Edersee ist verabschiedet. Damit liegt nun ein wichtiger Handlungsleitfaden für den Umgang mit Bränden im Schutzgebiet vor. Ziel ist es, im Ernstfall schnell, abgestimmt und zugleich möglichst naturverträglich handeln zu können.
Das Konzept ist das Ergebnis einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen dem Nationalparkamt, den Feuerwehren und Rettungskräften der Region. Vor dem Hintergrund des steigenden Waldbrandrisikos im Zuge des Klimawandels haben sich die Verantwortlichen bereits in den vergangenen Jahren zu den besonderen Bedingungen im Nationalpark ausgetauscht. Mit dem Waldbrandkonzept wird diese bewährte Zusammenarbeit nun auch formal festgehalten.
„Unser besonderer Dank gilt allen Feuerwehrleuten, Rettungskräften und zuständigen Behörden, die sich mit großem Engagement und Fachwissen eingebracht haben. Die Zusammenarbeit ist geprägt von einem gegenseitigen Verständnis für die jeweiligen Anforderungen. Das wiederum sorgt für mehr Sicherheit für Mensch und Natur“, betont Nationalparkleiter Manuel Schweiger.
Bei einem Waldbrand im Nationalpark gilt es, unterschiedliche Schutzgüter miteinander in Einklang zu bringen. An erster Stelle steht der Schutz von Menschen, angrenzenden Siedlungen und wichtiger Infrastruktur. Gleichzeitig sind die besonderen und teilweise extrem seltenen Arten und Lebensräume des Nationalparks mit seinem UNESCO-Welterbe zu berücksichtigen.